Mittwoch, 15. April 2015

The Wilddogs

Ich habe selten so ein gemischtes Gefühl zu einer Tierrasse gehabt wie zu den Wilddogs. Irgendwie sind sie hübsch, aber sehen häufig total verkommen und zerrupft aus. Irgendwie sind sie goldig, aber geben Quitschtöne von sich das einem die Haare zu Berge stehen. Irgendwie ist es schön ihnen zu zu sehen, aber beim Fressen drehen sie völlig durch. Irgendwie ähneln sie normalen Hunden, aber sie stinken 10 Meter gegen den Wind!!
Das größte Rudel das wir haben besteht aus im Moment 18 Tieren, was eine ziemliche Seltenheit ist, da die Wildhunde eine sehr bedrohte Art sind. Nicht zu letzt aus diesem Grund sind wir sehr bemüht um die Gesundheit der Tiere.  
Haben schon vor einiger Zeit einen der Hunde aus dem Rudel genommen da er von seinen Artgenossen misshandelt wurde. Bei diesen Tieren dreht sich alles um den Rang und die Position im Pack, bedeutet demnach der Schwächste verliert. So war es auch bei Rakka der in einem dermaßen schlechten Zustand war das wir ihn behandeln mussten. Natürlich kann man nicht einfach ins Gehege der nicht ungefährlichen Tiere. Deshalb haben wir unter einem riesen Aufwand das Tier mit Pfeil und Blasrohr betäubt und außerhalb des Zaunes die restlichen Hunde mit Eselinnereien ( ihre Leibspeise!!) auf die andere Seite des Geheges gelockt. Adrenalin pur kann ich nur sagen! Schlussendlich hat alles super geklappt und Rakka ist nach ihrer Behandlung in einem eigenen Gehege aufgewacht. 
Der nächste Einsatz steht auch schon vor der Tür. Dank unseres derzeitigen Tierarztes haben wir in den letzten Tagen ein altes Röntgengerät zum Laufen gebracht und werden, sobald neue Betäubungspfeile eintreffen, einen weiteren Wildhund darten um sein kaputtes Hinterbein genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch wenn wir wohl nicht viel machen können ist es jedesmal ein verdammt aufregendes Erlebnis mit den wilden Tieren zu arbeiten. 
Übrigens mit einem Stock und viel Dominanz kann man sich ganz gut gegen die Viecher wehren. ;)

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